Geschrieben am: 11.05.2011 von stopp-rechts
Die Aktivität der neuen Wilhelmshavener Nazi-Gruppe nimmt stetig zu. Neben Körperverletzungen, Steinwürfen, zerstörten Glasscheiben und Autos gehen auch diverse Verunstaltungen mit Farbe und Aufklebern auf das Konto der Nazis. Personenbezogene Drohungen gehören ebenso zum Tätigkeitsfeld von Christian Schneeweiss, wie gezielte Attacken auf Objekte.
Auch überregional beteiligen sich Christian Schneeweiss und Jens Malte Hillers an Nazi-Aktionen. In Emden versuchten sie die 1. Mai-Demo des DGB zu stören.
Am 30.04.2011 nahmen Schneeweiss und Hillers an einer NPD-Demo in Bremen teil.
 Jens Malte Hillers am 30.04.2011 in Bremen |
 Christian Schneeweiss am 30.04.2011 in Bremen |
Besonders intensive Kontakte haben Hillers und Schneeweiss zu den ostfriesischen Nazis aus Emden. Gemeinsam mit Oldenburger Faschisten sollen konkrete Strukturen installiert werden. Ob und inwieweit sich die Gewalttäter als Vorauskommando der NPD für den Kommunalwahlkampf in Wilhelmshaven dienen, ist noch unklar. Das sich die NPD gerne Straftätern aus dem autonomen rechten Spektrum bedient, um die Arbeit auf der Straße zu erledigen, ist allerdings weitläufig bekannt.
Inzwischen besteht die Nazi-Gruppe um Schneeweiss und Hillers aus mindestens 7 Personen, die sowohl polizeibekannt, als auch dem Netzwerk namentlich bekannt sind. Erst mit dem Auftauchen von Schneeweiss in Wilhelmshaven ist die Lage eskaliert. Die Dreistigkeit von Schneeweiss wird unter anderem verdeutlicht, dass er mit Hillers sogar versuchte, die Wilhelmshavener Zeitung zu besetzen. Die Nazis verlangten eine Gegendarstellung zu einem Polizeibericht. Beide Rechtsextreme wurden aber schnell des Hauses verwiesen.
Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts wird sich auf seinem nächsten Treffen am Montag, den 30.05.2011 um 19.00 Uhr im DGB-Haus in der Weserstraße mit der Entwicklung beschäftigen. Hier werden auch die ersten Ergebnisse der Recherche-Gruppe präsentiert.