Die Front der Hirnlosen bröckelt an allen Enden.

Nachdem die HoGeSa nach den Nazi-Aufmärschen in Köln und Hannover schon die Weltherrschaft der arischen Rasse vor Augen hatte, bricht der Szene nun verstärkt die Unterstützung weg.

Am 22.11.2014 sollte in Hannover erneut die “nationale Revolution” ausgerufen werden. Doch den Event-Demonstranten scheint das kalte Herbstwetter nicht wirklich zu passen. Gerade mal 80 Nazis fanden sich in Hannover ein. In Berlin sahen sich knapp 1.000 Nazis über 3.000 Gegendemonstranten gegenüber.

Bundesweit rufen derzeit Trittbrettfahrer und selbsternannte Durchblicker zu Demonstrationen auf. Überall scheitern sie kläglich und bringen, wenn die angekündigten Demos überhaupt stattfinden, nur wenige Nazis auf die Straße.

Die HoGeSa vergeht derzeit in internen Grabenkämpfen zwischen den verfeindeten Lagern innerhalb der Szene. Wenn es die HoGeSa je gab, so kann man sie zur Zeit getrost als “in Auflösung” betrachten.

Fast schon bemitleidenswert verzweifelt versucht die Nazi-Szene das kleine Flämmchen des geträumten Volksaufstandes zu pflegen. Noch immer gehen viele der Rechtsextremen und deren Mitläufer von dem Irrglauben aus, sie würden die Mehrheit der Bürger vertreten, die nur keinen Mut hätten, auf die Straße zu gehen.

Tatsächlich haben in allen Städten, in denen die Nazi-Horden nach Köln aufgelaufen sind, weit mehr Menschen für Toleranz und Multi-Kulti demonstriert, als Nazis angereist sind.

Einzig im Internet fühlen sich die Nazis noch weiterhin stark. Hinter falschen Namen und erfundenen Profilen versteckt, gaukeln sie sich selbst eine starke Bewegung vor.

Viele Hooligans haben inzwischen erkannt, daß sie von Nazis vor den Karren gespannt werden sollten. Und während Funktionäre von NPD und Kameradschaften verzweifelt zu Demos aufrufen, tanzen die Hools längst wieder in den Stadien der Bundesliga und feuern die ausländischen Spieler ihrer Mannschaften an.

Ganze Fangruppen (Ultras, Hools) haben sich längst öffentlich von der HoGeSa distanziert. So liefen am 22.11.2014 in Hannover fast ausschließlich altbekannte Nazis auf, die fast jedes Wochenende auf Nazidemos anzutreffen sind. Echte Berufsdemonstranten halt.

Die HoGeSa-Szene ist derweil ob der vielen Provinzdemos zu irritiert, daß niemand mehr weiß, was eigentlich los ist. Keine Koordination, keine Führung, keinen Plan. Und wenn Nazis in den vergangenen Jahrzehnten etwas bewiesen haben, dann das sie ohne Führung nicht mal ein Butterbrot geschmiert bekommen.

Stand Nazi-Demo 13.12.2014

UPDATE: Stand Nazi-Demo am 13.12.2014

Inzwischen hat auch der Veranstalter der BGID-Demo, Jim Schattmann, Kontakt zum Netzwerk gegen Rechts aufgenommen. In mehreren Nachrichten behauptet Schattmann, nichts mit der BGID und der für den 13.12.2014 geplanten Demo in Wilhelmshaven zu tun zu haben.

Als Nachweis für seine politische Orientierung hat uns Schattmann sogleich ein Fotos gesendet, auf dem er mit einer „Nazis raus“-Fahne zu sehen ist. Er hätte zwar Verbindungen zur HoGeSa gehabt, diese aber abgebrochen.

Mehrfach und unter Androhung von strafrechtlichen Konsequenzen forderte uns Schattmann auf, seinen Namen nicht in Verbindung mit der BGID zu nennen.

Auch aus der Nazi-Szene erreichten uns Nachrichten, nach denen diese nichts mit der Demo zu tun hätten. Auch diese Szene wisse um Schattmann und ordne ihn eher „links“ ein. Gleichwohl erklärten dieselben Nazis ihre Teilnahme an der BGID-Demo.

Kommentare auf der BGID-Facebook-Seite stoßen ins selbe Horn. Schattmann kündigt immer neue Treffpunkte und Routen an, ohne das bisher eine Genehmigung für seine Demo vorliegen würde. Der Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Veranstalters nimmt in allen politischen Lagern zu.

Seinen bisherigen Höhepunkt erreichte Schattmann mit der Behauptung, das Ordnungsamt hätte nichts vom Wochenmarkt auf dem Rathausplatz gewußt und ihm deshalb diesen Versammlungsplatz zugesagt. Tatsächlich ist es das Ordnungsamt, das u.a. für den Wochenmarkt zuständig ist, der direkt vor diesem Amt stattfindet.

Auch der neue Sammelplatz auf der Rambla ist nach unserer Kenntnis noch nicht genehmigt. Eine Genehmigung an der von Schattmann angekündigten Stelle ist schon vor dem Hintergrund des dort bereits genehmigten Standes der SPD als Mitglied des Netzwerkes gegen Rechts völlig ausgeschlossen.

Nach intensiven Recherchen hat sich mehrfach bestätigt, daß Jim Schattmann als Einzelperson hinter der für den 13.12.2014 geplanten Demo der BGID steckt. Die tatsächliche Existenz einer BGID darf also bezweifelt werden.

Für unsere Einschätzung spricht auch, daß es bisher keinerlei Unterstützung überregionaler Strukturen (Nazis, HoGeSa o.ä.) für den BGID gibt. Einzig regionale Nazis und Mitglieder der Brigade81 scheinen Schattmann auf den Leim zu gehen.

Wir sind sehr gespannt, mit welcher Begründung Schattmann auch den Treffpunkt auf der Rambla absagen wird. Wir gehen mal davon aus, daß er auch hierfür einen Schuldigen finden wird, oder aber die Veranstaltung bei Facebook löscht.

Inwieweit sich Nazis und Brigade81 weiter vor den Karren eines augenscheinlich Verwirrten spannen lassen, werden wir ebenfalls beobachten. Selbst den dümmsten HoGeSa-Anhängern sind die vielen Widersprüche des Jim Schattmann inzwischen aufgefallen. In Wilhelmshaven dauert es nur immer etwas länger, bis das Hirn eingeschaltet wird, wenn es denn überhaupt noch vorhanden ist.

Neuer Motorrad-Club mit Nazi-Verbindungen?

Kaum ist der Motorradclub „No Surrender“ in der Region angekommen, ist er in den Schlagzeilen. Die Presse hatte den Club mit der Disco „Tunis“ in Marx in Verbindung gebracht, die von der Lebensgefährtin des Club-Präsidenten geführt wird. Laut Medien gab es bereits ein Treffen des Clubs im Tunis.

Die Pächterin bestreitet die Verbindungen des Tunis zu „No Surrender“ vehement in einem heutigen Pressebericht in der Wilhelmshavener Zeitung. Der Präsident des Clubs bestreitet zudem die Zugehörigkeit von „No Surrender“ zu den sogenannten 1%er-Clubs, die sich außerhalb des Gesetzes sehen (z.B. Hells Angels, Gremium, Banditos etc.).

Nach Informationen des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts soll auch der Wilhelmshavener Nazi (ehemals Nazi-Kameradschaft „AG Wiking“) Jens Müller dem Club „No Surrender“ angehören. Auf seiner Facebook-Seite prangt ein großen 1%er-Logo und es sind diverse Likes bei No Surrender-Clubs gesetzt.

Müller versuchte sich bereits bei den Red Devils, kurze Zeit später waren Logos der Bandidos auf seiner FB-Seite zu sehen. Nun scheint er eine neue Heimat gefunden zu haben. Clubtreue gehört somit wohl nicht zu Müllers Tugenden.

Müller war über Jahre fester Bestandteil der Wilhelmshavener Nazi-Szene. Insbesondere pflegte er eine freundschaftliche Verbindung zu dem Nazi-Gewalttäter Christian Schneeweiss. Sein neuer Club scheint keine Probleme mit Müllers politischer Einstellung zu haben. Sollte es sich bestätigen, dass Müller „No Surrender“ angehört, so dürfen die Aussagen des Club-Präsidenten von heute in der WZ wohl mehr als bezweifelt werden.

Die sich immer mehr verstärkende 1%er-Rockerszene in der Region Wilhelmshaven/Friesland fungiert dabei immer intensiver als Sammelbecken für Nazis und rechtsoffene Straßenschläger. Bereits in Hannover liefen Mitglieder der Wilhelmshavener Brigade81 einträchtig neben Nazis auf der HoGeSa-Demo.

Besorgniserregend ist auch die Strahlkraft auf die alt eingesessenen Wilhelmshaven MC´s. Für immer mehr Bürger verwischen die Grenzen zwischen friedlichen Motorradclubs und den 1%ern. Die Angst in der Szene scheint aber inzwischen so groß zu sein, daß es keine Gegenwehr gegen die Übernahme der Region durch Clubs zu geben scheint, denen Gewaltbereitschaft und eine erhebliche kriminelle Energie nachgesagt wird.

Die Wilhelmshavener Rockerszene läuft somit Gefahr, durch die 1%er in einen Sumpf aus Gewalt und Rechtsoffenheit gezogen zu werden. Aufnahmen von Mitgliedern wie Björn Wilhelmsen (ex NPD, ex AG Wiking, ex Frei & Stolz) z.B. beim Riders MC lassen die Grenzen weiter verwischen.

UPDATE: Stand Nazi-Demo am 13.12.2014

Die Demo der BGID am 13.12.2014 scheint nun angemeldet, aber noch nicht beschieden zu sein. Beantragt ist tatsächlich die Rambla, auf der wir bereits einen Stand von einem Netzwerkmitglied angemeldet haben.

Wir halten euch weiter über die Entwicklung auf dem Laufenden.

Für besonders viel Aufruhr sorgten unsere bisherigen Stellungsnahmen in der Supporter-Szene. Wie bereits in Hannover, wollen Mitglieder der Brigade81 auch an der Demo in Wilhelmshaven teilnehmen. Dabei scheinen sie keine Probleme damit zu haben, neben Hardcore-Nazis wie SS-Sigi aus Dortmund zu marschieren.

Das Geschichtswissen der Supporter ist dabei so eingeschränkt, das Diskussionen wohl unsinnig sind. Die historische Tatsache, daß es den Faschismus weltweit gab und gibt, daß italienische Faschisten ebenso an Hitlers Seite gekämpft haben, wie spanische Faschisten und viele weitere aus vielen Ländern, wird einfach verdrängt.

Auch heute gibt es faschistische und rassistische Bewegungen weltweit. Heute marschieren deutsche Nazis einträchtig neben faschistischen Ausländern. So verbindet sie z.B. der Judenhaß mit einigen arabischen Strömungen.

Spätestens durch die völlig abstruse Forderung, den Antifaschismus zu verbieten, zeigt sich die politische Heimat der BGID. Und jede Person, jede Gruppe, die sich solch faschistischen, rassistischen und menschenverachtenden Demonstrationen wie in Köln, Hannover oder Wilhelmshaven anschließt, unterstützt damit aktiv die Nazis. Ab diesem Moment ist der “Vorwurf” ein Nazi zu sein nicht nur berechtigt, sondern unausweichlich und folgerichtig.

Die völlige Verblendung des Veranstalters und seiner Mitläufer ergibt sich aus deren Selbsteinschätzung, daß die BGID unpolitisch sei. Eine Behauptung, die inzwischen von diversen rechten Strukturen, besonders gerne aber von rechten Bands wie den Nazi-Rockern von Kategorie C genutzt wird.

Für die ganz schlauen Kommentatoren sei noch erwähnt, daß die Nazis leider nicht 1945 tot umgefallen sind. Auch ein Neo-Nazi ist ein Nazi, solange ein Butterbrot noch ein Brot ist.

Für uns macht nicht das Parteibuch der NSDAP einen Nazi aus, sondern die “geistige” und politische Haltung. Hier unterscheiden sich heutige Nazis in kaum einem Punkt vom Hitlerfaschismus.

Da der Veranstalter weiterhin nicht müde wird, zu der bisher nicht mal angemeldeten Demonstration aufzurufen, läuft auch unsere Mobilisierung weiter.

Bisher haben wir für den 13.12.2014 zwei Kundgebungs- bzw. Sammelpunkte (Börsenplatz und Rambla) angemeldet. Wir werden die Entwicklung weiter intensiv beobachten, um unsere Vorgehensweise zu koordinieren.

Trittbrettfahrer bringt Unruhe nach Wilhelmshaven

Das Wilhelmshaven Netzwerk gegen Rechts hat sich auf einer kurzfristig einberufenen Sitzung mit der für den 13.12.2014 geplanten Demonstration einer angeblichen „Bürgerinitiative gegen den IS-Terror in Deutschland (BGID)“ befaßt.

Nach intensiven Recherchen hat sich heute herausgestellt, daß es sich bei dem Organisator nicht um eine Gruppe handelt, sondern um eine Einzelperson. Jim S. aus Wilhelmshaven ist bereits mehrfach durch die Ankündigung von „Großveranstaltungen“, die aber nie stattfanden, aufgefallen.

Vor wenigen Monaten kündigte Jim S. eine „Onkelz-Party-Nord“ mit 2.000 Besuchern für Wilhelmshaven an. Wenige Tage später verschwand die Facebookseite hierzu ebenso, wie alle Planungen zu dem „Event“.

Bei Jim S. handelt es sich augenscheinlich um einen Trittbrettfahrer, der den Aufwind der Nazi-Szene durch die Kundgebungen in Köln und Hannover nutzen will, Unruhe nach Wilhelmshaven zu tragen. Ernsthafte Verbindungen zur HoGeSa bestehen nicht.

Einträge auf der Facebookseite der BGID zeugen von einer scheinbaren geistigen Verwirrung des Jim S.. So behauptet dieser, dass der seit Jahrzehnten samstags auf dem Rathausplatz stattfindende Wochenmarkt extra für seine Demo verlegt werden würde. Tatsächlich liegt bei der Stadt bis heute kein Antrag auf eine Demonstration, Kundgebung, oder Versammlung der BGID vor. Der Wochenmarkt findet natürlich wie gewohnt statt.

Trotz des Alleingangs und der Verwirrtheit des Veranstalters, haben Nazis aus der Region ihre Teilnahme an der Demo am 13.12.2014 auf dem Wilhelmshavener Rathausplatz zugesagt. Auch die Straßenschläger der Hells-Angels-Supporter „Brigade81“, die schon auf der HoGeSa-Nazi-Demo in Hannover waren, kündigen ihre Teilnahme bei Facebook an. Dies zeigt die offene Verbindung der Brigade81 mit Nazi-Strukturen.

Die überregionalen Zusagen von potentiellen Teilnehmern resultieren wohl aus der Unkenntnis über den Veranstalter, der inzwischen sogar offene Drohungen gegen Politiker und Verwaltungsangestellte der Stadt verbreitet.

Das Netzwerk gegen Rechts bereitet sich derzeit auf alle möglichen Szenarien vor. Es ist davon auszugehen, daß die von Jim S. angekündigten 2.000 Teilnehmer nicht anreisen werden. Sollte die Demo überhaupt stattfinden, so wird vom Netzwerk mit einer deutlich geringeren Teilnehmerzahl gerechnet.

Sobald eine Demo oder Kundgebung stattfindet, wird das Netzwerk mit allen Kräften entsprechende Gegenaktionen umsetzen. Vorsorglich wurden heute zwei Kundgebungen bei der Stadt angemeldet. Die Mobilisierung innerhalb des Netzwerkes, aber auch überregional, wird weiter betrieben.

Unabhängig von den geplanten Aktionen wird sich das Netzwerk gegen Rechts intensiv mit der neuen Wilhelmshavener Allianz aus Strassengangs, Nazis und SVW-„Hools“ beschäftigen. Wir werden es nicht hinnehmen, daß Nazis unter dem Deckmantel eines angeblichen „Anti-IS-Terrorkampfes“ offen durch unsere Straßen marschieren.

Wenn auch nur 10 Verwirrte an der Demo des Jim S. teilnehmen, so werden wir aufzeigen, daß Wilhelmshaven weiterhin Bunt statt Braun ist!

250 zu 14

250:14, ein gutes Verhältnis, auch wenn jeder verdammte Nazi einer zuviel ist.
Gesehen haben wir das Elend, gehört haben wir nichts. Jever war laut und unmißverständlich. Nazis haben keinen Platz bei uns und bekommen keinen Meter geschenkt.

Die NPD-Demotruppe bestand aus den Vertretern des Landesverbandes samt Anhang, sowie den Abordnungen wohl aller aktiven NPD-Mitglieder aus Wilhelmshaven und Oldenburg. So kam man insgesamt und mit großer Kraftanstrengung auf 14 Faschisten.

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Foto: Gegenwind

Aus Wilhelmshaven waren u.a. Jens Wagenlöhner und Mirco Evers angereist. Sascha Burmeister durfte auch nicht fehlen. Aber die Fotos sagen ja eh alles. Bis auf wenige Gesichter ein Abbild des Landesparteitages.

Die NPD Niedersachsen minimiert den antifaschistischen Protest auf 100 “Krawallmacher” und dichtet noch schnell viele interessierte Passanten dazu, die den Worten der Nazi-Aufpeitscher gelauscht hätten.

Besonders beklagt die NPD, daß die doch ach so konspirativ geplante Kundgebung öffentlich wurde und die Bürger somit die Chance bekommen hätten, gegen Faschismus, Ausländerhaß und menschenverachtende Reden zu demonstrieren.

Zu den Bilder der Recherche Nord

NPD-Kundgebung am Samstag in Jever

Die NPD veranstaltet am Samstag, 25.10.2014 um 10.30 Uhr eine Kundgebung auf dem alten Markt in Jever. Die vom niedersächsischen NPD-Landesvorsitzenden Ulrich Eigenfeld angemeldete Kundgebung steht in einer Reihe mit weiteren Kundgebungen in Niedersachsen.

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Für Wilhelmshaven sind derzeit keine Kundgebungstermine bekannt.

Die NPD hat für den 25.10.2014 ca. 20-25 Teilnehmer angemeldet. Aus Erfahrungen werden diese von den Veranstaltern mitgebracht. Der überwiegende Teil besteht aus hauseigenen „Ordnern“ der NPD.

Thematisch will sich die NPD auf der Kundgebung mit der „Zukunft“ beschäftigen. Dieses Thema ist auch und besonders für Antifaschisten interessant. Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts ist sich sicher, daß der Einkaufssamstag von Interessierten genutzt wird, sich die Wortbeiträge der NPD anzuhören. Da die NPD auf ihren Kundgebungen auch immer Musik abspielt, könnte es sein, daß diese durch mitgebrachte Instrumente begleitet wird.

Im Gedenken an die Reichspogromnacht

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In Wilhelmshaven

In Oldenburg

9. November 2014 | Beginn: 19:00 Uhr
Gedenkveranstaltung am Synagogenplatz
10. November 2014 | Beginn: 15:00 Uhr
Erinnerungsgang Im Hof der Landesbibliothek
11. November 2014 | Beginn: 19:00 Uhr
Zeitzeugenveranstaltung mit Felix Lipski im Gewerkschaftshaus
10. November 2014 | Beginn: 19:30 Uhr
Zeitzeugenveranstaltung mit Felix Lipski im IBIS, Klävemannstr. 16
15. November 2014 | Beginn 14:00 Uhr
Antifaschistische Stadtrundfahrt am ZOB, Bussteig 8

 

Felix Lipski – Kurzbiographie

Felix Lipski (geb. 1938) war drei Jahre alt, als die Deutschen zunächst im Juni 1941 seine Heimatstadt Minsk bombardierten und nur einen Monat später, im Juli 1941, einmarschierten. Die deutschen Faschisten errichteten sogleich ein Ghetto am Stadtrand, wo sie 80.000 jüdische Menschen einpferchteten. Diese wurden durch ihre Besatzer fortan „Aktionen“ ausgesetzt, wodurch tausende Menschen in den folgenden zwei Jahren den organisierten Pogromen zum Opfer fielen. Doch es gab auch aktiven Widerstand! Lipskis Mutter, Rosa Lipskaja, beteiligte sich ab 1941 am Aufbau der Untergrundorganisation im Ghetto Minsk. Wenige Monate vor der endgültigen Liquidierung des Ghettos, gelang ihr im Sommer 1943 zusammen mit ihrem Sohn, die Flucht. Bis zur Ankunft der Roten Armee im Sommer 1944 waren sie Mitglieder der Partisaneneinheit von Schalom Sorin, die neben einer Kampfkompanie auch eines der wenigen Familienlager unterhielt.

Nach dem Krieg besuchte Felix Lipski die Schule in Minsk, wurde Komsomolze und Parteimitglied. Aufgrund seiner Erfahrungen bei den Partisanen studierte er Medizin und arbeitete als Chirurg zunächst auf dem Land, ab 1965 dann in Minsk. 1998 wanderte das Ehepaar Lipski nach Deutschland aus und ließ sich in Bochum nieder. Die Geschichte des jüdischen Widerstands in den Ghettos und den Wäldern Weißrusslands hat ihn bis heute nicht losgelassen.

Als Präsident bzw. Ehrenpräsident des „Weißrussischen Verbands der ehemaligen jüdischen Häftlinge der nationalsozialistischen Ghettos und KZ” setzt er sich bis heute für die Belange und Anerkennung der jüdischen GhettokämferInnen und der Überlebenden ein.

Alternative Stadtrundfahrt am 30.08.2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

auch in diesem Jahr führt das Netzwerk gegen Rechts wieder eine alternative Stadtrundfahrt durch. Sie findet am 30.08.2014, Abfahrt 14:00 Uhr ZOB Nordseepassage statt. Anmeldungen nehmen wir im DGB Büro Wilhelmshaven gerne entgegen und auch der Kartenvorverkauf findet bei uns statt.

Antifaschistische Stadtrundfahrt – lebendige Geschichte als Lehre für die Gegenwart

Wer weiß, mit welcher Kaltblütigkeit, Menschenverachtung und Perfektion der Hitlerfaschismus Mord und Terror verbreitet hat, der wird dem Treiben der Neonazis nicht tatenlos zusehen können. Die antifaschistische Stadtrundfahrt soll zur Aufklärung über den Hitlerfaschismus beitragen und so den antifaschistischen Kampf unterstützen. Das Netzwerk gegen Rechts wendet sich damit auch gegen die Versuche, mit dem Begriff »Extremismus« Täter und Opfer in einen Topf zu werfen.

Kein Fußbreit den Faschisten!

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Auch in Wilhelmshaven gab es nicht nur das Konzentrationslager am Alten Banter Weg. Es gab weitere Lager, Zwangsarbeit, Erschießungsplätze, es gab die Büros der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), Terror gegen die Arbeiterbewegung, gegen Juden usw. Aber auch dem Widerstand begegnen wir, vom Pfarrhaus bis zu den Werftarbeitern der Kriegsmarinewerft. An rund 20 Stationen tauchen wir ein in die Hitler-Zeit. Wir treffen auf zahlreiche Infotafeln, Gedenksteine und Mahnmale, die man im täglichen Getriebe leicht übersieht.

Während der Rundfahrt werden mit Fakten und authentischen Berichten die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe erläutert und Lehren für den antifaschistischen Kampf gezogen. Ablauf Die Fahrt mit dem Bus dauert rund drei Stunden. An einigen Stationen werden wir aussteigen. Start ist am ZOB, Bussteig 8 vor der Nordseepassage. Die Fahrt endet am DGB-Haus, Weserstraße 51 (zu Fuß fünf Minuten vom ZOB). Dort besteht Gelegenheit eine Ausstellung des DGB zur Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 auf 9 Tafeln anzusehen. Die Ausstellung ist eine gute Ergänzung zur Stadtrundfahrt, informativ, authentisch und kritisch. Kaffee und andere Getränke stehen bereit. Bücher zum Thema werden angeboten.

Preise 10 €, ermäßigt 5 €
Anmeldung und Vorverkauf Deutscher Gewerkschaftsbund Weserstraße 51,
Tel: 04421 / 18010 eMail: wilhelmshaven@dgb.de

Weitere Informationen auch bei:
Conrad von Pentz, Tel: 04421/204011
doco.pentz@ewetel.net

Netzwerk gegen Rechts – lädt zur öffentlichen Veranstaltung ein!

Rechtspopulismus mit Erfolg?

„Alternative für Deutschland“ (AfD)
Rückt Europa nun immer weiter nach rechts?
Stehen wir vor einem rechten Dammbruch in Europa?

Fachjournalist: Kai Budler
(Publikative.org., der rechte Rand)

Samstag, 26.Juli 2014, 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus, Weserstraße 51, 26382 Wilhelmshaven

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.